Gemeinsame Werkstätten sind Orte, an denen Werkzeuge, Maschinen und Wissen für eine breitere Community zugänglich sind. Sie werden von Kollektiven, Kulturräumen, lokalen Non-Profit-Organisationen, der Stadt oder unabhängigen Maker:innen betrieben. Hier kannst du gegen eine faire Gebühr prototypen, bauen, reparieren, experimentieren und lernen.
Uber uns
Versteckt in Hinterhöfen, umgenutzten Gebäuden oder alten Fabrikhallen: Die Schweiz hat eine verborgene Welt aus offenen Werkstätten, Fablabs und Makerspaces, die alle willkommen heissen, die etwas herstellen und gestalten möchten. Die meisten wissen gar nicht, dass es sie gibt, und das ist nachvollziehbar: Sie sind schwer zu finden. Wir wissen das aus eigener Erfahrung. Als Designer:innen und Macher:innen brauchten wir selbst eine einfache Möglichkeit, Werkzeuge, Maschinen und Räume für unsere Projekte zu finden. Aber es gab keine. Also haben wir workshop matters gemacht.
Hier helfen wir dir, den passenden Ort für deine Bedürfnisse zu finden, um zu prototypen, bauen, schneiden, reparieren, gestalten, scheitern, lernen, verlernen und Dinge selbst zu machen. Mit den eigenen Händen, mit Maschinen und gemeinsam mit anderen. Denn wir wissen: Genau wie wir brauchen auch andere Designer:innen, Künstler:innen und Kreative einen Ort, an dem sie sich die Hände schmutzig machen können.
Der Weg zu workshop matters war eine lange Reise voller Gespräche, Interviews und Austausch darüber, was es bedeutet, Objekte selbst herzustellen. Wir haben den Geschichten von Werkstattbetreiber:innen und Werkstattnutzer:innen zugehört: von professionellen Designer:innen und Künstler:innen bis hin zu Hobby-Makern. Wir wollten wissen, wo, wie und warum sie Objekte fertigen und was ihre Leidenschaft antreibt. Ob Prototyp oder fertiges Stück: Selbermachen erinnert uns daran, dass sich der Wert eines Objekts nicht am Preis bemisst, sondern an Prozess, Zweck, Langlebigkeit und an den Geschichten, die es in sich trägt.
Ob du frisch von der Designhochschule kommst, als freie:r Künstler:in arbeitest oder einfach Freude am Handwerk hast: Wir möchten dich ermutigen, in die Welt der offenen Werkstätten einzutauchen und mehr Dinge selbst zu machen. Für uns sind geteilte Werkstätten keine Produktionsstätten, sondern Inkubatoren für Ideen: Orte, an denen Hände auf Köpfe treffen und Menschen zusammenkommen. Indem wir Orte der gemeinsamen Gestaltung erkunden, feiern wir Design als menschliches Tun: greifbar, unperfekt und zutiefst sozial.
workshop matters entstand im Rahmen einer Forschungsarbeit an der HGK Basel: einer Untersuchung von offenen Werkstätten, Fablabs und Makerspaces in der Schweiz als Orte, die alternative Designprozesse ermöglichen. Neugierig, wie der Zugang zu geteilten Werkstätten die Praxis von Gestalter:innen verändern kann? HIER WEITERLESEN ↗
workshop matters wird unterstützt vom Pro Helvetia Emerging Talents Grant.
Mission
«Wir sollten die Werkstatt als sozialen Raum nicht aufgeben. Werkstätten, heute wie früher, haben Menschen zusammengehalten.»
— Richard Sennett, The Craftsman
Hinter jedem Objekt steckt eine Geschichte: über Materialien, Orte, Menschen und Prozesse. Geschichten, die von der Massenüberproduktion allzu oft verdeckt werden. Wir haben workshop matters gegründet, um mit dir weniger bekannte Geschichten über Kleinproduktion, Designprozesse und Reparaturansätze zu teilen. Geschichten, die uns daran erinnern, dass Machen ein langer Weg ist und dass jedes Objekt die Geschichte seiner Entstehung und ein Leben jenseits der Produktion in sich trägt.
Neben mehr Sichtbarkeit und Zugänglichkeit für Werkstätten und Makerspaces ist es unsere Mission, ein Gespräch anzustossen: über den Wert des Machens, über Handwerk und handwerkliches Können und über alternative Wege des Gestaltens und Produzierens.
Langfristig möchten wir mit Veranstaltungen, Publikationen und Projekten das Verhältnis zwischen Gestalten und Produzieren verändern, insbesondere indem wir die Erzählung rund um den Überkonsum verschieben. Wir wollen die Erfahrungen von Maker:innen, die Einblicke von Designer:innen-Maker:innen und die Geschichten von Menschen teilen, die gestalten und geteilte Werkstätten nutzen: weg vom Überkonsum, hin zu bewussteren, vernetzteren und verantwortungsvolleren Formen des Schaffens. Bleib dran und melde dich, wenn dich das anspricht. Wir möchten eine wachsende Community aus Designer:innen, Maker:innen und neugierigen Praktiker:innen anstossen: Menschen, die über alternative Wege des Gestaltens, Produzierens und Schaffens nachdenken und in geteilten Werkstätten nicht nur Werkzeuge und Maschinen finden, sondern Orte, an denen Hände auf Köpfe treffen und Ideen Gestalt annehmen.
Manifest
Human matters
Wir glauben, dass Machen ein menschliches Grundbedürfnis ist. Wir helfen dir, wieder mit deiner inneren Maker:innen in Kontakt zu kommen. Wir wissen: Geschickte Hände riechen gut, und Werkstattkleidung fühlt sich frei an.
Making matters
Wir erkennen an, wie wichtig das Machen ist, um den Wert der Dinge wirklich zu schätzen. Wir verstehen das Bedürfnis von Designer:innen, im Gestaltungsprozess selbst Hand anzulegen und zu handwerken. Wir schätzen Objekte für ihre Geschichten, nicht für ihren Preis. Wir machen widerstandsfähige Bottom-up-Praktiken sichtbar.
Community matters
Wir glauben, dass wir voneinander lernen, wenn wir gemeinsam Dinge machen. Teilen erleichtert nicht nur die Last, es macht kreative Arbeit überhaupt erst möglich. Wir teilen die Geschichten, die uns wichtig erscheinen. Wir unterscheiden nicht zwischen Profis und Laien: Machen braucht Leidenschaft, und Verlernen ist die Superkraft des 21. Jahrhunderts.
Story matters
Wir verstärken die Geschichten von Designer:innen, Maker:innen, Künstler:innen und Amateur:innen, die die Grenzen des Handwerks verschieben. Wir wünschen uns mehr verantwortungsvolle Produktion und verantwortungsvollen Konsum, auch im kleinen Massstab.
Wir glauben an weniger Abfall und mehr Wertschätzung dafür, wie Dinge hergestellt werden. Wir schaffen Bewusstsein für bestehende Degrowth-Praktiken. Nach geteilten Gärten, geteilten Schreibtischen und geteilten Küchen ist es Zeit, dass geteilte Werkstätten glänzen.
Play matters
Wir wissen: Machen macht Spass. Wir glauben, dass Spielfreude Design besser macht. Wir glauben an Design für das Gute. Wir haben eine unendliche Neugier auf Handwerk. Digital und analog, alt und neu.
Team
Victoria Paeva
[Projektleitung & Kreativleitung]
Erica David
[UI/UX und Visuelle Kommunikation]
Giorgia Bandiera
[Projektmanagement & Kommunikationsstrategie]
workshop matters wurde 2022 von Victoria Paeva in Basel, Schweiz, als Forschungsprojekt ins Leben gerufen. Seit 2024 arbeiten wir gemeinsam mit Giorgia Bandiera und Erica David daran, gemeinsame Werkstatträume als alternative Bühnen für Design und Kreativität sichtbar zu machen. Wir lernten uns während unseres Studiums an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel (HGK) kennen und fanden zueinander durch die gemeinsame Überzeugung, dass Design eine gesellschaftliche Verantwortung trägt und dass das Verständnis des Handwerks entscheidend ist, um bedeutungsvolle Objekte zu schaffen.
FAQ
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Du findest eine bunte Mischung: Manche haben nur eine Werkstatt und sind auf Druck oder Keramik spezialisiert, andere haben viele Räume mit einer breiten Ausstattung für die Arbeit mit Holz, Metall, Textilien oder analoger Fotoentwicklung. Wir führen auch Makerspaces und Fablabs auf, die digitale und analoge Prozesse verbinden. Jeder Ort ist anders: Manche sind professionell, manche gemeinschaftsgetragen, manche selbstorganisiert, aber alle schätzen das Machen und Teilen.
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Aktuell nicht. Wir helfen dir, Orte zu entdecken, doch Buchungen, Mitgliedschaften und Kurse werden direkt von den einzelnen Werkstätten verwaltet. Wir empfehlen, bei der Werkstatt anzurufen und direkt nachzufragen oder einen Kurs über ihre Website zu buchen.
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Willkommen an Bord! Schreib uns einfach an support@workshopmatters.ch. Wir melden uns bei dir, helfen dir, deine Angaben einzutragen, und sorgen dafür, dass dein Ort klar und korrekt dargestellt wird.
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Ruf an oder komm vorbei! Die meisten Werkstätten bevorzugen eine direkte und einfache Kommunikation. Wir empfehlen, anzurufen oder während der Öffnungszeiten vorbeizugehen. Diese Orte werden oft von sehr bodenständigen Macher:innen geführt, die mehr Zeit an der Werkbank verbringen als vor dem Computer. Deshalb können E-Mails und Nachrichten über Social Media schon mal untergehen.
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Überhaupt nicht. Wir ziehen keine Grenze zwischen Profis und Hobby-Maker:innen. Solange du etwas machen willst und eine Maschine brauchst, bist du hier richtig. Gut zu wissen: Manche Orte sehen kommerzielle Nutzung nicht gern, andere sind eher privat und lassen dich nur mit Erfahrung an ihre Maschinen. Mehr darüber erfährst du direkt bei der Werkstatt, die dich interessiert.
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Ja. workshop matters ist gemeinnützig und kostenlos nutzbar. Wenn du das Projekt unterstützen möchtest, freuen wir uns jederzeit über einen Kaffee oder über eine grössere finanzielle Unterstützung.
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Nein. Wir erheben keine Kommissionen, Gebühren oder Prozente. Unser Ziel ist es, Werkstätten sichtbar zu machen und mehr Menschen zum Machen, Reparieren und Gestalten zu inspirieren, nicht, sie zu monetarisieren.
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Das hängt vom Ort ab. Viele Werkstätten verlangen einen Einführungskurs oder eine Sicherheitsinstruktion, bevor du die Maschinen nutzen darfst, andere arbeiten mit offenem Zugang oder Mitgliedschaftsmodellen. Weil jeder Ort anders funktioniert, ruf am besten direkt bei der Werkstatt an oder schau während der Öffnungszeiten vorbei, um die Regeln und Möglichkeiten kennenzulernen.
Kontakt
hello@workshopmatters.ch
+41 76 723 65 79
Schickst du uns eine Postkarte?
raw made collective
Efringerstrasse 80
4057 Basel
Schweiz
Projekte wie workshop matters wachsen dank Menschen, denen unsere Mission am Herzen liegt. Als gemeinnütziges Projekt, das von Leidenschaft getragen wird, glauben wir, dass Werkstätten und die vielen Arten des Machens, Reparierens, Gestaltens und Neudenkens von Konsum Sichtbarkeit verdienen. Und das schaffen wir nur gemeinsam!
Wir freuen uns über jede Form von finanzieller Unterstützung, damit unsere Mission weitergehen kann.
raw made collective
IBAN: CH11 0900 0000 1649 0411 9
BIC/SWIFT: POFICHBEXXX
Efringerstrasse 80
4057 Basel
Schweiz
Mit deiner Unterstützung stärkst du auch ein Netzwerk kreativer Orte, die oft im Verborgenen bleiben, aber einen echten Unterschied machen. Jede Geste hilft uns, diese Website am Leben zu halten, zugänglich zu machen und dem Feiern des Machens in all seinen Formen zu widmen.
Besonderer Dank gilt
[UNTERSTÜTZUNG & BEITRÄGE]
Bosco Ferreira
Paloma López Grüninger
Stella Auburger
Saskia Haas
[WERKSTATTRÄUME]
für die vielen Stunden an Interviews und den Austausch mit den Werkstaträumen, insbesondere:
Tobias von macherschaft / Basel
Jana, Linda, Leon und Michele von freiwerk / Basel
Martin von TDS Textildruckerei / Arbon
druckwerk / Basel
meter / St. Gallen
Jessica von MACO & Le Grand Atelier / Geneva
makerspace Lausanne / Lausanne
Salem Imadjane von DYNAMO / Zürich
[DESIGNER:INNEN, MAKER:INNEN & KÜNSTLER:INNEN]
Flavia Taschler
Katharina Fronhofen
Laura Kluge
Nicole Salnicov
Maria Beleva
Maria Alessandra Fratta
Vera Roggli
Yael Anders
George Foster
Kim Andre Lange
Marc Gertsch
Nils Rolli
Jonas Froetschl
Jan Zinnenlaufen
Rene Odermatt
Valentin Denkov, #wormhole
Freunde und Familie
HGK Basel
[FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG]
pro helvetia [Schweizer Kulturstiftung]
FAB Stiftung für Kunst und Design Basel